Geschichte
1967
Die Vereinsgründung der Wäsmali-Chatze Lozärn (WCL) respektive «Wäsmali-Schreck» datiert auf das Jahr 1967.
Die drei Freunde Hebi Moos†, Fredi Furrer und Karl Ludwig Martin gingen als Buebezügli zum ersten Mal an die Luzerner Fasnacht.
Ein Traggestell, gebastelt aus einem halben Fass, diente als Pauke, Blechbüchsen als Rasseln, beides bedienbar über 2 Hebel. Das Konstrukt wurde von zwei Mitgliedern auf der Hüfte getragen. Der Hintermann bediente mittels Hebel die Pauke und der Vordermann spielte die Pfannendeckel. Der Dritte trompetete durch einen Gartenschlauch mit Trichter. Diese Instrumente überlebten aber keinen Schmudo. Für den Güdismontag mussten neue Instrumente gebastelt werden.
1968
Ein Jahr später waren es bereits 9 Mitglieder, und die Formation trat fortan unter dem heute bekannten Namen «Wäsmali-Chatze» auf. Einer der Neuen war Urs Lischer, er ist bis heute ein Aktiv-Mitglied. Als Buebezügli zogen sie von Beiz zu Beiz, wie Sonnestrahl, Romantic und viele mehr. Als Instrumente dienten immer noch ein halbiertes Ölfass, Pfannendeckel, Ziehflöte, Ordonnanztrommel von 1905 und ein B-Horn, noch ohne Mundstück. Die ersten Einnahmen waren grosszügige Spenden der Café- und Beizenbesucher*innen und wurden dazu verwendet, um für das B-Horn ein Mundstück zu kaufen. Eine alte Pauke der Kirchenmusik Escholzmatt konnte damals auch noch erstanden werden.
1969
Die ersten "richtigen" Instrumente wurden angeschafft. So entwickelten sich die WCL langsam zu einer bekannten Guuggenmusig, welche ein Jahr später bereits 18 Mitglieder zählte.
1972
Zum 5-jährigen Jubiläum waren es offiziell ca. 60 Mitglieder, wovon ca. 40 aktiv an den Fasnachtstagen teilnahmen. Der Rest der Mitglieder «musste» mit ihren Eltern eine Woche zum Skifahren in die Berge fahren.
Dank dem damaligen Wey-Zunftmeister Kaspar Moos (Vater von Hebi Moos†) durften die Wäsmali-Chatze das erste Mal am Luzerner Fasnachtsumzug teilnehmen. Sujet mit Bezug zur Mondlandung.
1976
Ein legendärer Auftritt beim Tele Boy im Schweizer Fernsehen mit dem berühmten Nessi führte zu Schlagzeilen und Bekanntschaften mit Kurt Felix, Stefanie Glaser, Lukas Ammann und vielen mehr.
1992
Zum 25. Jahr Jubiläum feierten wir erstmals einen Guugger-Gottesdienst, damals noch in der Kirche St. Anton Luzern. Das war der Grundstein für weitere Engagements, nun aber in Zusammenarbeit mit Wolfgang Sieber auf der Hoforgel Luzern. Die Tradition hält bis heute an, jetzt mit der Unterstützung von Stephane Mottoul an der Orgel.
In den folgenden Jahren bestritten wir Umzüge in Schaffhausen, Winterthur, Wädenswil, Payern, Bellinzona und im süddeutschen Raum. Verschiedene Engagements führten uns auch nach Metz und Vichy bis nach Paris.
2014
Erstmalige Teilnahme am Eurocarneval, welcher in diesem Jahr in Trieste stattfand. Gleich im ersten Anlauf gab es den Preis "bestes Sujet". Es folgten weitere Auftritte im Jahre 2015 in Salzburg und 2024 in Verona.
2017
Mit Stolz blicken wir auf unsere Teilnahme am Zürcher Sechseläuten mit der Zunft Riesbach https://www.zunft-riesbach.ch/ zurück. Mit sommerlichen Temperaturen balancierten wir beim Umzug im «Stechschritt» zwischen Tramschienen und Pferdeäpfeln zum Sechseläutenplatz. Ein grandioses, unvergessliches Erlebnis, wohl auch für die Zürcher.
Heute
Stadtbekannt seit 60 Jahren, bereits mit der dritten Generation. Der unverwechselbare „Guuggersound“ sowie die abwechslungsreichen, selbst entworfenen, handgefertigten und originellen Sujets zeichnen uns aus. Neben der musikalischen Vielfalt stehen die Geselligkeit, der Zusammenhalt und die Freude an der Luzerner Fasnacht im Mittelpunkt.
Neugierig geworden? Hier auf unserer Webseite www.wcl.ch, findest du alle weiteren Informationen und hast die Möglichkeit Teil unserer Geschichte zu werden. Entdecke Details zu vergangenen Sujets und unserer langen, stolzen Tradition!